Terrasse mit Loungemöbeln, Sonnenschirmen und Kräutern in Töpfen am Geländer über dem Hafenbecken

Frankfurter Botschaft: ein Restaurant direkt am Wasser

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Die Frankfurter Botschaft liegt am Westhafen, unmittelbar am Wasser. Diese Lage ist ihr stärkstes Argument, und sie lässt sich nicht mit einem einzelnen Panoramabild abhandeln.

In der Serie taucht das Wasser deshalb mehrfach und in unterschiedlicher Entfernung auf: als Hafenbecken hinter der Terrasse, als Ausschnitt zwischen Pflanzen, als Fläche hinter der Fensterfront des Gastraums. Dazu kommen der Innenraum, die gedeckten Tische und die Teller.

Das Wasser in mehreren Entfernungen

Ein einziges Bild der Aussicht beantwortet nur eine Frage: Wie sieht es von dort aus? Die interessantere Frage ist, wie nah man daran sitzt.

Deshalb ist das Hafenbecken einmal in ganzer Breite fotografiert, einmal als Ausschnitt zwischen Pflanzen und Geländer, und einmal als heller Streifen hinter einem gedeckten Tisch. Aus diesen drei Entfernungen setzt sich die Vorstellung von einem Platz am Wasser zusammen.

Blick über das Hafenbecken mit einer Brücke und Booten, im Vordergrund Pflanzen
Das Becken in ganzer Breite, aus dem Grün der Terrasse heraus.Frankfurter Botschaft

Die Terrasse als gestaffelter Raum

Die Terrassenbilder sind aus einer niedrigen Position entstanden. Von dort schieben sich Polster, Tischleuchten, Kräutertöpfe, Sonnenschirme und Wasser hintereinander und bilden mehrere Ebenen.

Aus Kopfhöhe wäre daraus eine Reihe Tische im Freien geworden. Die tiefe Kamera macht daraus einen Ort mit Vorder-, Mittel- und Hintergrund — und erst so lässt sich beurteilen, wie geschützt oder offen man dort sitzt.

Die Bepflanzung übernimmt dabei die Aufgabe von Wänden. Kräuter, kleine Bäume und hohe grüne Kübel teilen die Fläche in Bereiche, ohne sie zu schließen.

Restaurantinnenraum mit gelben Sesseln, weiß gedeckten Tischen und einer Fensterfront zum Hafen
Drinnen setzt die Fensterfront fort, was draußen das Geländer war.Frankfurter Botschaft

Freie Fläche auf dem Teller

Bei den Speisenaufnahmen bleibt auffällig viel Porzellan sichtbar. Das ist keine Lücke im Bildaufbau, sondern die Anrichtung selbst: In dieser Küche gehört der leere Rand zum Gericht.

Ein enger Ausschnitt hätte genau das weggeschnitten und die Teller voller aussehen lassen, als sie sind. Wer eine gehobene Anrichtung fotografiert, muss ihr den Platz lassen, den sie beansprucht.

Das Licht bleibt entsprechend zurückhaltend: eine weiche Quelle von schräg hinten, die Saucenspiegel zeichnet, ohne sie zum Glänzen zu bringen.

Lachs mit Sauce und feinen Beilagen auf einem weißen Teller mit breitem freien Rand
Der freie Rand gehört zur Anrichtung und bleibt im Bild.Frankfurter Botschaft

Weitere Aufnahmen vom Haus

Außenansicht des Gebäudes am Westhafen mit dem grünen Glasturm dahinter
Von außen: das Haus am Wasser, davor das Hafenbecken.Frankfurter Botschaft
Dessert mit Beeren, Eis und Krokant auf einem weißen Teller
Auch beim Dessert bleibt der Teller größer als das, was darauf liegt.Frankfurter Botschaft

Lage, Raum und Teller in einer Strecke

Eine Restaurantstrecke, die die Lage nur einmal zeigt, behandelt sie wie eine Angabe im Impressum. Wenn das Wasser dagegen in jedem zweiten Bild vorkommt, wird es zu dem, was es hier tatsächlich ist: der Grund, aus dem jemand einen Tisch reserviert.

Umgekehrt braucht es die stillen Tellerbilder, damit die Küche nicht zur Nebensache neben der Aussicht wird. Erst beides zusammen ergibt ein Porträt des Hauses.

Beispielbild: Restaurant- und GastronomiefotografiePassende LeistungRestaurant- und Gastronomiefotografie