Stockfotos lösen ein kurzfristiges Problem: Ein Layout braucht ein Bild, aber es gibt noch kein eigenes Material. Die Auswahl ist groß, die Kosten sind überschaubar und ein Motiv lässt sich sofort einsetzen. Trotzdem bleibt ein Nachteil: Das Bild zeigt nicht das Unternehmen, seine Mitarbeiter oder seine tatsächliche Arbeitsweise.
Gerade auf einer Unternehmenswebsite entsteht dadurch schnell ein Widerspruch. Im Text geht es um persönliche Beratung, ein erfahrenes Team oder besondere Räume. Zu sehen sind jedoch austauschbare Besprechungen, fremde Büros und Menschen, die nie für das Unternehmen gearbeitet haben.
Wo Stockmaterial sinnvoll sein kann
Stockbilder sind nicht grundsätzlich schlecht. Sie können abstrakte Themen illustrieren, Übergangslösungen ermöglichen oder Inhalte ergänzen, für die sich keine eigene Situation fotografieren lässt. Problematisch werden sie, wenn sie Vertrauen ersetzen sollen.
Bei Team, Standort, Produktion, Hotellerie, Gastronomie und persönlichen Dienstleistungen möchten Kunden sehen, mit wem und womit sie es tatsächlich zu tun haben. Hier sind eigene Bilder meist stärker.
Was eine eigene Produktion zusätzlich liefert
Eine Unternehmensproduktion lässt sich auf konkrete Anwendungen abstimmen:
- Startseite und Leistungsseiten,
- Team- und Recruitingbereich,
- LinkedIn und andere soziale Netzwerke,
- Pressemitteilungen,
- Präsentationen und Broschüren,
- Anzeigen und Veranstaltungen.
Farbe, Licht und Perspektive folgen der Marke
Farben, Licht, Perspektiven und Bildausschnitte folgen dabei dem vorhandenen Erscheinungsbild. Seit über zwölf Jahren entwickle ich solche Bildstrecken für Unternehmen, Hotels und Marken. Im Projektkatalog stehen rund 340 Produktionen für mehr als 100 Auftraggeber – von Industrie und Hotellerie bis zu Gastronomie, Handel und Verbänden.
Wiedererkennbarkeit statt Bilddatenbank-Ästhetik
Ein gutes Unternehmensbild muss nicht spektakulär sein. Es muss eindeutig zum Unternehmen gehören. Das kann ein charakteristischer Raum, ein realer Arbeitsablauf, ein Produktdetail oder eine Geste zwischen zwei Mitarbeitern sein.
Vor einer Produktion lege ich deshalb nicht nur eine Motivliste fest. Farbstimmung und Lichtsetzung werden abgestimmt und gelten anschließend für die ganze Strecke. So entsteht kein gemischter Ordner aus Einzelbildern, sondern ein verwendbares visuelles System.
Stockmaterial kann dieses System ergänzen. Die Bilder, auf denen Vertrauen, Persönlichkeit und konkrete Leistung beruhen, sollten jedoch möglichst aus dem eigenen Unternehmen stammen.
Eine Auswahl realer Unternehmensproduktionen finden Sie in meiner Projektübersicht. Wenn Sie bestehendes Stockmaterial schrittweise durch eigene Bilder ersetzen möchten, lässt sich eine Produktion nach den wichtigsten Seiten und Kommunikationskanälen priorisieren.

