Weidenhof Frankfurt Zeil — Traditional Dining
Gastronomie- und Ambienteaufnahmen. Restaurant- und Foodfotografie: Zeil FFM. Mit WEIDENHOF ANNO MMIX lebt diese Frankfurter Esskultur weiter.
1707 übernahm Goethes Großvater durch seine Heirat mit Cornelia Schelhorn den „Weidenhof“, damals das berühmteste Gasthaus Frankfurts. Mit WEIDENHOF ANNO MMIX lebt diese Frankfurter Esskultur weiter. Das Restaurant gliedert sich in einen stilvollen Barbereich, einen klassischen Speisebereich und moderne Holzbänke mit Tischen für vier Personen, und es wurde schnell zum Lieblingsort vieler Gäste. Der Außenbereich bietet Platz für rund 320 Gäste und lädt zum Verweilen mitten in der Stadt ein. Der Weidenhof ist barrierefrei und hat eine Garderobe.
Fotografisch ist die Außenaufnahme das schwierigste und zugleich wichtigste Bild des Tages. Der Weidenhof steht mitten auf der Zeil, und über diese Fläche laufen zu jeder Tageszeit hunderte Menschen. Wegwarten lässt sich das nicht. Also wird die Ordnung ins Bild gebaut, statt im Motiv danach zu suchen: frontal, mittig, die beiden großen Schirme links und rechts symmetrisch, der goldene Schriftzug genau auf der Achse. Steht die Komposition, wirken die Gäste davor als Leben und nicht als Gewimmel.
Die Belichtung folgt dem Schriftzug und nicht dem Himmel. Eine dunkle Fassade unter Mittagssonne verführt dazu, aufzuhellen — dann wird der Himmel weiß und das Gold flau. Umgekehrt bleibt der Name lesbar, und die Sonnenschirme behalten Zeichnung.
Innen wird vor dem Service fotografiert, entlang der Tischreihe und aus niedriger Höhe. So läuft die Maserung der Eichenplatten in die Tiefe, die dunkle Chesterfield-Bank bildet ein Band dahinter, und die drei Bereiche, von denen der Text spricht, sind in einem Bild zu sehen. Frontal wären es Möbel.
Und die Straße hinter der Scheibe bleibt drin. Dass hier Passanten mit Einkaufstüten vorbeigehen, ist kein Störer — es ist die halbe Begründung dafür, warum dieses Haus dort steht, wo es steht.
- Location
- Zeil FFM









