Mojo Bar Offenbach — Restaurant- und Foodfotografie
Interior- und Drinkaufnahmen in der Mojo Bar. Restaurant- und Foodfotografie: Offenbach am Main. Die Mojo Bar in Offenbach am Main, fotografiert vor der…
Die Mojo Bar in Offenbach am Main, fotografiert vor der Öffnung und im eigenen Licht. Der Raum arbeitet mit Kontrasten, die im Bild zusammenkommen müssen: die lange Theke mit hinterleuchteter Flaschenwand und Trockenblumen darüber, eine Vespa als Serviertisch mit zwei Gläsern auf dem Gepäckträger, Tiki-Becher mit geschnitzten Gesichtern, ein rotes Wandtelefon in einer Pflanzenwand — und zwei Neonschriftzüge, „don't kill my vibe“ und „#PROXWRAME“, die im Dunkeln die einzige Lichtquelle sind.
Die Theke ist die Aufnahme, an der sich die ganze Strecke entscheidet. Sie ist von unten mit einem warmen Band angeleuchtet, das über die Barhocker läuft; dahinter steht die Flaschenwand im kalten Regallicht, und darüber hängen die Trockenblumen als dunkle Masse in die Decke. Drei Ebenen, drei Helligkeiten, und keine davon darf verloren gehen. Belichtet wird auf das warme Band — es ist das Hellste im Raum —, und die Flaschen kommen aus der Tiefe zurück.
Der Zeitpunkt ist Teil der Methode. Vor dem Einlass steht jeder Hocker gerade, jedes Glas poliert, und die Neonschrift ist nicht von Köpfen verdeckt. Eine Bar mit Gästen ist eine andere Aufgabe und ein anderer Termin; wer beides an einem Abend versucht, bekommt von beidem die schwächere Hälfte.
Die Requisiten machen den Unterschied zwischen dieser Bar und jeder anderen. Eine Vespa als Tisch, geschnitzte Tiki-Becher, ein Telefon in der Pflanzenwand — das sind die Dinge, die ein Gast fotografiert und weiterschickt. Sie werden deshalb einzeln und groß aufgenommen, nicht nur als Beiwerk in der Totale.
Und Neon wird nie ausgeglichen. Ein Weißabgleich, der die pinke Schrift neutral macht, färbt den halben Raum grün. Das Neon darf leuchten, wie es leuchtet — es ist der Grund, warum jemand ein Foto dieser Wand macht.
- Ort
- Offenbach am Main









