Rooftop-Bar im Henninger Turm zur blauen Stunde: geschwungener Tresen mit Tischleuchten, Polsterbank und rundum verglaste Front über der Stadt

Die zwanzig Minuten der blauen Stunde

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Bei einer Produktion mit großen Fenstern entscheidet manchmal ein sehr kurzer Zeitraum über das Ergebnis. Während der blauen Stunde besitzt der Himmel noch Farbe, gleichzeitig sind Leuchten im Innenraum bereits deutlich sichtbar.

Ein Gleichgewicht mit kurzer Haltbarkeit

Dieses Gleichgewicht hält nicht lange. Davor ist die Außenwelt zu hell und überstrahlt. Danach verwandeln sich Scheiben in dunkle Spiegel. Für die Produktion im Franziska im Henninger Turm mussten Kamerastandpunkte, Raum und Beleuchtung deshalb vorbereitet sein, bevor das entscheidende Licht eintrat.

Die Vorbereitung dauert länger als die Aufnahme

Ähnlich verhält es sich bei Hotelzimmern mit Aussicht, Terrassen oder Außenaufnahmen beleuchteter Gebäude. Das eigentliche Fotografieren dauert dort oft kürzer als die Vorbereitung. Testaufnahmen, Komposition und Reihenfolge stehen vorher fest.

Im Radisson Blu Stuttgart war es dieselbe Rechnung: erst der Aufbau, dann zwanzig Minuten Licht.

Weniger ein Stil als ein Produktionsplan

Die blaue Stunde ist damit weniger ein Stil als ein Produktionsplan. Wer erst mit dem Aufbau beginnt, wenn der Himmel die gewünschte Farbe erreicht, hat den besten Moment bereits verloren.

Außenaufnahmen dieser Art sammelt Exterior-Design.

Beispielbild: Architektur- und Exterior-FotografiePassende LeistungArchitektur- und Exterior-Fotografie