Bei einer Ausstellungseröffnung konkurrieren Kunstwerke, Raum und Publikum nicht miteinander. Sie gehören zur selben Geschichte. Eine gute Reportage zeigt deshalb nicht nur, welche Arbeiten an der Wand hängen, sondern auch, wie Menschen ihnen begegnen.
In meinem Projektarchiv stehen unter anderem Leica-Vernissagen mit Jan von Holleben und David Hurn sowie eine Vernissage von Anka Dahlem. Solche Veranstaltungen verbinden dokumentarische Fotografie mit einem sorgfältigen Umgang mit den ausgestellten Arbeiten.
Vor der Eröffnung
Bevor Gäste den Raum füllen, entstehen saubere Aufnahmen von:
- Außenansicht und Eingang,
- Ausstellungsraum und Hängung,
- einzelnen Werken im räumlichen Kontext,
- Beschriftungen, Katalogen und Gestaltung,
- Künstlern und Veranstaltern.
Während der Veranstaltung
Danach verändert sich der Schwerpunkt. Begrüßung, Rede und offizieller Rundgang sind wichtig, ebenso Gespräche und Reaktionen. Besonders aussagekräftig sind Bilder, in denen Werk, Betrachter und Raum gemeinsam vorkommen.
Kunstwerke korrekt behandeln
Spiegelungen, vorhandenes Licht und sensible Oberflächen beeinflussen die Aufnahme. Der Raum soll atmosphärisch bleiben, ohne Farbe und Wirkung der Arbeiten unnötig zu verfälschen.
Wenn reine Reproduktionen einzelner Werke benötigt werden, sollte dies als eigene Aufgabe geplant werden. Eine Veranstaltungsreportage und eine farbverbindliche Werkaufnahme verfolgen unterschiedliche Ziele.
Bilder für Presse und Rückblick
Für Pressearbeit werden eindeutige Motive von Künstler, Veranstalter und Ausstellung benötigt. Social Media profitiert zusätzlich von Hochformaten und näheren Beobachtungen. Eine vollständige Reportage bleibt später als Dokumentation der Eröffnung erhalten.
Weitere Beispiele finden Sie unter Eventfotografie und Weitere Arbeiten.

