Tier Fotografie Wildlife — Fotoproduktion
Tier- und Wildlifefotografie in freier Natur: Aufnahmen von Wildtieren in ihrer Umgebung. Tierfotografie zeigt lebende Tiere, am liebsten in ihrem natürlichen…
Tierfotografie zeigt lebende Tiere, am liebsten in ihrem natürlichen Lebensraum, durchaus aber auch im Zoo oder im Aquarium. Der bekannteste Wettbewerb für Tier- und Naturfotografie ist der Wildlife Photographer of the Year. Die meisten Wildtiere sind scheu und lassen Menschen mit gewöhnlicher Ausrüstung nicht nah genug für ein gutes Bild heran, bei anderen verbietet die eigene Sicherheit, zu nah heranzugehen. Im Zoo stehen meist Zäune, Gräben oder Scheiben im Weg. Tierfotografie ist deshalb vor allem ein Fall für lange und sehr lange Teleobjektive.
Die Serie zeigt genau diesen Fall: Großkatzen im Gehege, mit langer Brennweite und offener Blende fotografiert. Ein Löwenpaar, bei dem die Löwin im Sand liegt und die Beine des Männchens als dunkler Vordergrund durchs Bild laufen. Ein Sumatra-Tiger, der im Schnee liegt, mit Bambus und trockenem Gras neben sich.
Die eigentliche Aufgabe im Zoo ist nicht die Entfernung, sondern das Menschengemachte im Bild: Gitter, Betonkante, Türblatt, Futterschale. Zwei Mittel helfen dagegen. Erstens der Vordergrund — die Beine des Löwen verdecken die Gehegewand und machen aus zwei Einzeltieren ein Rudel. Zweitens die Blende: Bei langer Brennweite und weit offen verschwindet alles, was zwei Meter hinter dem Tier steht, in einer Fläche.
Bei Zäunen gilt dasselbe wie überall — das Objektiv unmittelbar an den Draht, und das Geflecht löst sich auf. Nur der Abstand zwischen Draht und Tier muss stimmen, sonst zieht sich ein grauer Schleier über das Fell.
Was am Ende über jedes Tierbild entscheidet, ist das Auge. Ist es nicht scharf, rettet nichts die Aufnahme; und bei offener Blende und dieser Brennweite bleiben auf zwanzig Metern nur wenige Zentimeter Schärfe. Deshalb wird nicht auf den Kopf, sondern auf das vordere Auge scharfgestellt, und deshalb entstehen zu jeder Position mehrere Aufnahmen.
Der Rest ist Warten. Ein Tier, das zwei Stunden regungslos liegt, hebt in dieser Zeit vielleicht zweimal den Kopf. Beide Male dauert es zwei Sekunden. Wer in dieser Zeit die Kamera absetzt, kommt mit Bildern eines schlafenden Tieres nach Hause — und das ist der Unterschied zwischen einem Zoobesuch und einer Tierstrecke.
- Typ
- Wildlife










