Tipps zur Landschaftsfotografie

Ausrüstung in der Landschaftsfotografie

Die richtige Kamera für die Landschaftsfotografie?

Wenn sie bereits eine DSLR, spiegellose Systemkamera oder eine hochwertigeKompaktkamera besitzen, sind sie diesbezüglich gut ausgerüstet.

Falls Sie vor einer Kaufentscheidung stehen, würde ich ihnen grundsätzlich eine Kamera empfehlen, die einen hohen Kontrastumfang wiedergeben kann.

Objektivwahl – der Weitwinkelblick

Grundsätzlich eignet sich so ziemlich jede Brennweite für die Landschaftsfotografie. Ein Weitwinkel bzw. Ultraweitwinkelobjektiv sollte aber auf keinen Fall fehlen. Außerdem ist es mit weitwinkligen Objektiven einfacher, eine durchgehendeSchärfentiefe bzw. Tiefenschärfe zu erzeugen.

Stativ

Für verwacklungsfreie, scharfe Bilder solltest du die Kamera in diesem Fall auf ein Stativ stellen. Ein klassisches Dreibein-Stativ gehört zur absoluten Standard-Ausrüstung in der Landschafts-Fotografie.

ND-Filter für Langzeitbelichtung am Tag

Wenn Sie eine langzeitbelichtung am Tag durchführen möchten, müssen sie einen sogenannten ND-Filter bzw. Graufilter verwenden. Dieser wird an das Filtergewinde ihres Objektiv geschraubt. Durch den ND-Filter wird die die Lichtmenge reduziert, was zu längeren Belichtungszeiten führt. Die Filter sind in verschiedenen Stärken verfügbar.

Weiteres Zubehör

Wenn sie öfters im Dunkeln unterwegs sind, sollten Sie auch eine kompakte LED-Lampe mitnehmen. Alternativ können Sie auch die LED-Leuchte ihres Smarphones verwenden.

Für BULB-Belichtungen (länger als 30 Sekunden) empfehle ich ihnen einen fernauslöser. Für kürzere Belichtungszeiten können Sie aber einfach die Selbstauslöserfunktion ihrer Kamera verwenden.

Außerdem sollten Sie bei einer längeren Fototour immer darauf achten, einen Reserve-Akku dabei zu haben.

Kameraeinstellungen in der Landschaftsfotografie

Welche Blende in der Landschaftsfotografie?

Im Gegensatz zur Portrait- oder Makrofotografie wo man mittels einen unscharfen Hintergrund („Bokeh“) ein Objekt hervorheben möchte, wollen Sie in der Landschaftsfotografie üblicherweise die gesamte Landschaft scharf abbilden.

Diese durchgehende Tiefenschärfe erreichen Sie dadurch, dass Sie mit einer etwas weiter geschlossenen Blende fotografierien.

Richtig fokussieren – Hyperfokale Distanz

In vielen Fällen können Sie in der Landschaftsfotografie einfach mittels Autofokus scharf stellen. Sie sollten lediglich darauf achten, dass Sie nicht komplett auf den Vordergrund fokussieren.

Belichtung & Belichtungskorrektur

In der Regel achten Landschaftsfotografen darauf, dass der Himmel nicht ausgebrannt ist.

Es sollten also noch Details im Himmel vorhandensein. Dazu müssen Sie – je nach Helligkeitssituation –  öfter mal die Belichtungskorrektur ins Minus ziehen. In den meisten Fällen nehmen Sie dadurch in Kauf, dass die Aufnahmen generell etwas unterbelichtet sind.

Wenn Sie aber im RAW-Format fotografieren, lässt sich die Belichtung in der Bildbearbeitung / Bildentwicklung schnell & einfach optimieren.

Bildgestaltung und Gestaltungsregeln

Drittel-Regel

Die wohl bekannteste aller Gestaltungsregeln ist die sogenannte Drittel-Regel.

Einfach erklärt teilt man die Fotoszene durch zwei Linien in drei Drittel. Den Horizont der Aufnahme legen Sie dann auf einen dieser imaginären Linien. Somit nimmt der Himmel immer entweder ein Drittel oder eben zwei Drittel eines Bildes ein.

Hineinführende Linien / Führungslinien

Positionieren Sie ihre Kamera so, dass das von ihnen gewünschte Element vom Bildrand in Richtung Bildmitte verläuft. Somit wird der Blick des Betrachters geführt.

Vordergrund gestalten

In den meisten Fällen sehen Landschaftsbilder besser aus, wenn ein Vordergrund ins Bild eingebaut wird.

Lichtstimmungen

Morgenrot

Eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang beginnt das Morgenrot.

Sonnenaufgang

Auch wenn ich persönlich eher ein Fan von Sonnenuntergängen bin, schwören viele Menschen auf den Sonnenaufgang.

Abendrot

Gegen Ende des Sonnenuntergangs beginnt das Abendrot. Diese Lichtstimmung hält auch noch eine gewisse Zeit lang an, nachdem die Sonne bereits verschwunden ist. Wenn Sie den Sonnenuntergang fotografieren, können Sie das Abendrot gleich mitnehmen.

Blaue Stunde

Kurz nach der Dämmerung beginnt die berühmte blaue Stunde und sie dauert in etwa eine Stunde. In dieser Zeit ist der Nachthimmel noch nicht schwarz, sondern dunkelblau.

Zurück