Portraitfotografie Grundlagen, die jeder Fotograf kennen sollte

Portraitfotografie Grundlagen, die jeder Fotograf kennen sollte

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In der Porträtfotografie ist der Hintergrund genauso wichtig wie das Model. Ein unruhiger oder zu auffälliger Hintergrund lenkt die Aufmerksamkeit von dem Hauptelement Ihres Bildes ab.

Deshalb sollten darauf achten, dass Sie immer einen neutralen, aufgeräumten Hintergrund haben, der den Betrachter nicht von Ihrem Model oder von dem fotografiertem Gegenstand ablenkt.

Sie müssen sich jedoch nicht für einen völlig schlichten Hintergrund entscheiden. Zum Beispiel könnte eine interessante Wand oder ein Zaun für einen wunderbaren Effekt in interessanter Farbe oder Textur sorgen. Dieser muss allerdings mit dem Kontext des Bildes harmonieren.

Eine andere Technik besteht darin, ein anderes Objekt in den Hintergrund zu stellen, um einen weiteren Blickpunkt zu schaffen. Unter anderem eine Künstlerin vor ihrer Staffelei, ein Fischer vor einem Boot oder ein Musiker vor seinem Instrument. Bei der Anwendung dieser Technik werden die Elemente im Hintergrund oft unscharf gemacht, ohne weniger scharf als das Element, das im Fokus des Bildes steht. So können alle Objekte und Begleitumstände auf der Aufnahme miteinander harmonieren und die Aufmerksamkeit des Betrachters Ziel gemäß auffangen.

1. Bereiten Sie Ihr Model auf die Aufnahme vor

Selbst die beste teuerste Kameraausrüstung wird schlechte Ergebnisse liefern, wenn Ihr Model nicht bereit, locker und entspannt ist.

Fotografiert zu werden ist eine ziemlich unnatürliche und daher meistens stressige Erfahrung, daher besteht Ihre Aufgabe als Fotograf darin, das Shooting für das Model möglichst einfach, locker und stressfrei zu gestalten.

Selbst Models, mit denen Sie bereits gearbeitet haben und eigentlich gut kennen, verkrampfen manchmal. Sie können das Eis mit etwas Small Talk brechen.

Bei der Porträtfotografie von Kindern sollten Sie sich auf derselben Ebene der Kinder begeben, am besten sanft, geduldig und verspielt mit denen kommunizieren.

Außerdem ist es wichtig, dass Sie Ihr Model über die geeignete Kleidung für das Shooting ein wenig aufklären. Neutrale und dunkle Farben sind vorteilhafter.

1. Bereiten Sie Ihr Model auf die Aufnahme vor

2. Stellen Sie sicher, dass das Verhältnis zwischen Licht und Schatten stimmt

2. Stellen Sie sicher, dass das Verhältnis zwischen Licht und Schatten stimmt

Grundsätzlich ist das natürliche Tageslicht die attraktivste Lichtquelle für die Porträtfotografie, – vor allem, wenn Sie keine spezielle Studiobeleuchtung haben. Ein leicht bewölkter Tag sorgt für ein schönes, weiches Licht.

Direktes Sonnenlicht ist normalerweise nicht erwünscht, da es starke, harte Schatten auf dem Gesicht des Models erzeugt. Unter solchen Bedingungen ist es am besten, eine schattige Stelle zu finden.

Sie können auch in Innenräumen natürliches Tageslicht verwenden. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie das Model in der Nähe eines Fensters platzieren und das Model leicht dem Licht zugewandt ist.

Die Schatten auf den vom Licht abgewandten Seiten des Models können dem Bild Tiefe und Dramatik verleihen. Wenn die Schatten zu dunkel sind, helfen Reflektoren.

3. Verwenden Sie eine schmeichelhafte Brennweite

Die Brennweite hat einen großen Einfluss auf Ihre Bilder. Je nach verwendeter Brennweite wird ein gewisses Maß an Bildverzerrung entstehen, das Ihre Porträtfotografie zu einem echten Hingucker machen kann.

Finden Sie heraus, welche Brennweiten Ihr Objektiv bietet. Die Brennweiten sind in Millimetern angegeben, z. B. 18 mm, 55 mm, 90 mm usw.

Mit einer Brennweite von 50 mm erhalten Sie eine sehr wirklichkeitsgetreue Darstellung Ihres Motivs, da diese Brennweite keine Verzerrung des Gesichts verursacht.

Wenn Sie mit weniger als 50 mm fotografieren, entsteht eine gewiss Verzerrung der Gesichtszüge. Bei mehr als 50 mm (wie 80 mm oder 100 mm) werden Gesichtszüge schmeichelhaft abgeflacht.

3. Verwenden Sie eine schmeichelhafte Brennweite

4. Verwischen Sie den Hintergrund mithilfe der Blendenautomatik

4. Verwischen Sie den Hintergrund mithilfe der Blendenautomatik

Eine hervorragende Methode zur Verbesserung von Porträts besteht darin, mit einer geringen Schärfentiefe zu fotografieren. So halten Sie Ihr Motiv gestochen scharf, während der Hintergrund unscharf erscheint und Ihr Model perfekt hervorhebt.

Sie können die Schärfentiefe steuern, indem Sie die Blende anpassen. Die Blende ist die Öffnung im Objektiv, durch die Licht auf den Sensor fällt. Je größer die Blende (kleinere f-Zahl), desto stärker die Hintergrundunschärfe.

Im Allgemeinen werden Sie die größte Blende (kleinste Blendenzahl) wählen wollen, die Ihr Objektiv bietet. Die Blende F/4 ist eine ideale Blende für Porträts, da sie genügend Schärfentiefe bietet, um Ihr gesamtes Motiv scharf abzubilden, aber den Hintergrund unscharf darstellt.

Um die Blende an Ihrer Kamera zu ändern, stellen Sie den Aufnahmemodus auf Blenden-Priorität oder AV-Modus. Verwenden Sie das Einstellrad oder Menüeinstellungen, um den Blendenwert anzupassen (z. B. bei der Canon 5D mk IV mit dem Einstellrad direkt hinter dem Auslöser).

5. Fokus auf die Augen

Porträtfotos sehen am besten aus, wenn die Augen scharf eingestellt sind. Dadurch wird der Augenkontakt zwischen dem Model und dem Betrachter verbessert, wodurch ein kraftvolles und einnehmendes Foto entsteht.

Achten Sie daher bei Porträtaufnahmen, insbesondere bei geringer Schärfentiefe, auf eine sorgfältige Einstellung des Fokuspunktes. Wählen Sie das zentrale AF-Messfeld Ihrer Kamera aus und positionieren Sie es direkt über einem der Augen des Models.

Drücken Sie nun halb auf den Auslöser, um den Fokus zu fixieren. Bewegen Sie ggf. die Kamera, um Ihre Aufnahme neu auszurichten, und drücken Sie dann den Auslöser herunter.

Achten Sie bei der Neukomposition darauf, dass Sie den Abstand zum Motiv nicht verändern, da das Auge sonst nicht mehr scharf ist. Die Fokus-Vergrößerung im Sucher ist dafür sehr nützlich.

5. Fokus auf die Augen

6. Posieren Sie Ihr Model wie ein Profi

6. Posieren Sie Ihr Model wie ein Profi

Nun, da Ihr Model bereit, locker und entspannt ist, müssen Sie die Stimmung während der gesamten Aufnahme entspannt halten. Arbeiten Sie schnell, aber selbstbewusst und ruhig und geben Sie während der Aufnahme klare Anweisungen.

Überfordern Sie Ihr Model allerdings nicht mit komplizierten Aufforderungen, sondern versuchen Sie sie mit kleinen, einfachen Anpassungen dazu zu bringen, die ideale Stellung zu finden: wie zum Beispiel „Heben Sie Ihr Kinn ein wenig an“, „Richten Sie Ihren Rücken auf“ oder „Sehen Sie mich jetzt an“.

Lassen Sie ihren Körper und ihre Schultern leicht von der Kamera wegdrehen, um einen natürlichen Look zu erzeugen. Oder für ein frontales Bild, die Schultern auf die Kamera gerichtet halten.

Bringen Sie Abwechslung in das Bild. Fotografieren Sie aus einer ungewöhnlichen Perspektive, z. B. niedrig oder hoch.

Beispielbild: Porträt- und PersonenfotografiePassende LeistungPorträt- und Personenfotografie