Wetlook mit Farbfolien — Porträtfotografie
Porträtfotografie im Studio: ein Konzept-Shooting mit Licht- und Nasseffekten. Studio-Konzeptshooting mit nasser Haut und nassem Haar, ausgeleuchtet mit…
Studio-Konzeptshooting mit nasser Haut und nassem Haar, ausgeleuchtet mit Farbfolien. Dieselbe Sitzung liefert vier Bildwelten: hartes Rot, das jeden Tropfen als Glanzpunkt stehen lässt, Magenta gegen Blau von zwei Seiten, ein kühles Blau von rechts — und am Ende eine Schwarz-Weiß-Aufnahme, in der nur noch die Struktur übrig bleibt. Nasse Haut reflektiert gerichtet statt diffus, deshalb sitzt hier jede Lichtquelle als sichtbare Kante im Bild.
Die härteste Fassung der Reihe ist die mit zwei Farben in einem Gesicht: Rot von der einen Seite, Blau von der anderen, dazwischen ein schmaler Streifen Haut, der beide trägt. Der Hintergrund bleibt schwarz, weil jede aufgehellte Fläche die Trennung sofort auflöst.
Farbfolien sind dabei billiger als Nachbearbeitung. Eine Farbe, die im Bild entsteht, legt sich um die Form; eine nachträglich hineingerechnete legt sich darüber — an nassen Kanten ist dieser Unterschied sofort zu sehen.
Nass zu arbeiten heißt außerdem, in eine Richtung zu arbeiten. Haar und Haut lassen sich trocknen, aber nicht zurücknehmen, und deshalb steht die Reihenfolge der Sets fest, bevor die erste Aufnahme entsteht.
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