Immobilie – Indoor — Fotoproduktion
Architektur- und Innenraumfotografie: Immobilienaufnahmen im Innenbereich. Innenaufnahmen einer hochwertig ausgebauten Wohnung.
Innenaufnahmen einer hochwertig ausgebauten Wohnung. Die Strecke geht den Grundriss ab, wie eine Besichtigung ihn abgeht: offene Küche mit Kochinsel und Eichendielen, ein Wohnbereich mit messingfarbenem Raumteiler, das Bad in graugrünem Marmor mit freistehendem Doppelwaschtisch, der Essplatz mit Glastisch und Rattanstühlen vor bodentiefen Fenstern.
Innenaufnahmen entscheiden sich an zwei Dingen: an geraden Linien und daran, ob Tageslicht und Kunstlicht im Raum dieselbe Farbe haben. Das Erste ist Handwerk — die Kamera steht waagerecht, die Türlaibungen laufen senkrecht, und was der Weitwinkel an den Rändern verzieht, wird begradigt. Eine gekippte Senkrechte fällt bei einem Zimmer sofort auf, weil jeder weiß, wie eine Wand steht.
Das Zweite ist die eigentliche Arbeit. In dieser Wohnung stehen kalte Deckenspots gegen warmes Tageslicht und gegen die goldene Beleuchtung im Raumteiler. Drei Farbtemperaturen in einem Bild ergeben grünliche Wände und gelbliche Decken, und keine Nachbearbeitung repariert das vollständig. Also wird pro Raum entschieden: Entweder das Kunstlicht bleibt aus und der Raum lebt vom Fenster, oder es bleibt an, weil es — wie beim Raumteiler — Teil der Gestaltung ist. Beides gleichzeitig geht nicht.
Der Marmor im Bad ist der schwierigste Raum der Wohnung. Grau-grüne Maserung über Boden, Wand und Spiegelfläche bedeutet, dass jede Fehlfarbe sich über das ganze Bild legt. Belichtet wird deshalb auf die hellste Marmorfläche, und der schwarze Waschtisch davor kommt aus den Tiefen zurück.
Und der Vordergrund ist in mehreren Aufnahmen bewusst unscharf: die Vase auf der Kücheninsel, die Armatur, eine Tischkante. Eine Wohnung, die man von der Tür aus fotografiert, wirkt wie ein Angebot; eine, in die man hineinsieht, wirkt bewohnbar.
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